Liebe KollegInnen,
auf den folgenden Seiten finden Sie ein Gedicht (ich hoffe, es darf als Gedicht durchgehen) und eine Reihe von Fotos. In diesem Gedicht habe ich versucht, das Gefühl der Verwirrung und Verwunderung wiederzugeben, das mich beherrscht, seit ich mich in dieser Stadt aufhalte. Ich ersuche Sie nun, mir zu helfen, diese Stadt zu verstehen. Was bewegt die Menschen, die da vorübergehen? Ich habe im Lauf einer halben Stunde immer wieder Menschen fotografiert, die an mir vorbeigegangen sind, während ich in einem Cafe auf der Hamra vor meinem späten Frühstücks-Capuccino gesessen bin.
Es sind offensichtlich Menschen mit unterschiedlichen Stellungen im Leben, eine zufällige und sicher nicht repräsentative Auswahl von Menschen, die einem eben auf einer Hauptgeschäftsstraße in Beirut begegnen können. Ich ersuche Sie, sich ein, zwei, vielleicht auch drei Bilder auszusuchen, und in ein paar wenigen poetischen Zeilen etwas Wesentliches über den dargestellten Menschen zu erzählen. Es können die Gedanken sein, die ihm oder ihr gerade durch den Kopf gehen, oder Dialogfetzen (manche telefonieren ja oder sind zu zweit).
Meine Hoffnung ist, dass Ihre Beiträge zusammen ein Mosaik an Texten ergeben, die einem Außenstehenden wie mir ein wenig helfen können, Ihre Stadt, diese "Stadt voller Wunder und Sorgen" zu verstehen.
Wenn wir uns Donnerstag Abend treffen, werden ich Ihnen zeigen, wie Sie mit dem frOozle Ihre Texte direkt zu den Fotos auf die Internetseiten stellen können.
Ich wünsche Ihnen ein paar kreative Viertelstunden und freue mich auf das Wiedersehen Donnerstag Abend.
Herzlichst
Martin Auer